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Bötty's-Table

Kartoffelpuffer
Der Trick mit der Kartoffelstärke

Kartoffelpuffer mit Lachs

Kartoffelstärke als Naturklebstoff

Traditionell werden die beliebten Kartoffelpuffer mit Ei und Mehl zubereitet. Ei und Mehl werden neben geschmacklichen Aspekten als "Bindemittel" verwendet, damit die Kartoffelpuffer während der Zubereitung nicht auseinander fallen.

Wer komplett darauf verzichten und rein vegane Kartoffelpuffer machen möchte, oder z.B. an einer Weizen- oder Gluten-Unverträglichkeit leidet, kann sich mittels der Kartoffeln selber helfen ein Bindemittel herzustellen.

Wie die meisten von euch wissen, beinhalten Kartoffeln "Stärke". Oftmals auch als "Kartoffelmehl" bezeichnet wird diese unter anderem auch beim Backen verwendet. Ihr müßt diese jedoch nicht im Supermarkt kaufen, sondern könnt sie ganz einfach selbst gewinnen. Die Kartoffelstärke reicht auf natürliche Art und Weise dafür aus, dass eure Kartoffelpuffer genug halt bekommen. Man könnte sie auch als eine Art "Naturklebstoff" bezeichnen.

Wichtig zu wissen ist:

Je mehr "mehlig" Kartoffeln sind, desto mehr Stärke ist in ihnen vorhanden.

Daher bietet sich zur Zubereitung von Kartoffelpuffern eher auch eine "mehlig kochende" Kartoffel an. Aber keine Angst, es geht tatsächlich auch mit festkochenden Kartoffeln.

Kartoffelstärke wird beim Auswaschen der Kartoffeln gewonnen. Wie dies genau funktioniert erkläre ich euch jetzt.

Gewinnung der Kartoffelstärke

Um die Kartoffelstärke zu gewinnen, müßt ihr die Kartoffeln zunächst schälen und klein reiben. Ich kann euch hierzu die Microplane Gourmet 2-Wege Reibe sehr empfehlen.

Weitere Schritte:

Sobald ihr die Kartoffeln kleingerieben habt, gebt diese in ein Sieb und hängt das Sieb über eine Schüssel. Anschließend nehmt ihr eine Schaumkelle (zur Not tut es auch ein Esslöffel oder eine Schöpfkelle) und drückt den "Saft" der Kartoffeln so gut es geht aus und fangt diesen in der Schüssel darunter auf.

Gebt die immer noch sehr feuchte Kartoffelmasse (in meinem Fall mit Zwiebeln bereits gemischt für die Kartoffelpuffer) in ein Passiertuch (wer keines hat, kann auch ein sauberes, geruchsfreies und angefeuchtetes Geschirrspültuch nehmen) und drückt so gut es geht die Feuchtigkeit ebenfalls über der Schüssel aus (kräftig auswringen). Danach setzt ihr die Kartoffelmasse die sich im Passiertuch befindet in das Sieb über der Schüssel und lasst alles für fünf Minuten ruhen. Nachfolgend findet ihr zwei Bilder, welche euch diese Schritte etwas mehr veranschaulichen sollen:

Die mit der Schaumkelle ausgedrückte Kartoffelmasse in ein Passiertuch geben (hier mit ebenfalls geriebenen Zwiebeln in der Masse. Mehr dazu erfahrt ihr im Kartoffelpuffer Rezept).

Anschließend die Feuchtigkeit der Kartoffelmasse über der Schüssel ausdrücken (kräftig auswringen) und die Masse im Tuch über das Sieb und die Schüssel stellen.

Das Ergebnis

Wenn ihr jetzt nach fünf Minuten die Schüssel einmal leicht kippt könnt ihr sehen, dass sich die Stärke der Kartoffeln vom austretenden Kartoffelwasser abgesetzt hat und sich am Boden der Schüssel sammelt. Dort fängt sie an sich zu verfestigen. Auf dem nächsten Bild könnt ihr dies gut erkennen:

Letzter Schritt

Das Kartoffelwasser könnt ihr jetzt problemlos abgießen. Zurück bleibt die gewünschte Stärke.

Wie ihr diese nun zu leckeren Reibekuchen bzw. Reiberdatschi weiterverarbeiten könnt, erfahrt ihr hier in meinem Kartoffelpuffer Rezept